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Decke mit Dämmstoff Mineralwolle

Decke abhängen

Eine Altbauwohnung mit meterhohen Decken und knarzendem Dielenboden – darin zu wohnen ist so lange schön, bis der Winter kommt. Denn im Winter kann es gut passieren, dass Sie trotz Wollsocken und mehreren Schichten Kleidung frieren. Erst wenn Ihre Heizungsrechnung kommt, wird Ihnen wieder warm – und das nicht vor Freude. Liegt die Altbauwohnung etwa im Dachgeschoss eines Hauses, ist es im Sommer auch nicht sonderlich besser. Es können durch die Sonneneinstrahlung sehr hohe Temperaturen herrschen, die nicht ohne Weiteres durch Lüften gesenkt werden können. Doch nicht nur im Altbau kann es im Winter und Sommer unangenehm werden, auch in Neubauten kann dies der Fall sein.

Altbauwohnung, die man abhängen könnte

Eine Idee, diesen Problemen ein Ende zu bereiten, wäre das Abhängen Ihrer Decke im Trockenbau. Dabei wird die Zimmerdecke auf eine niedrigere Ebene geholt. Wie genau Sie Ihre Decke abhängen können, haben wir Ihnen im Folgenden in einer Schritt-für-Schritt-Anleitung zusammengefasst.

Vorbereitungen treffen

Für das Trockenbau-Projekt "Decke abhängen" müssen Sie einige Vorbereitungen treffen. Zunächst sollten Sie sich über die geltenden Regeln zur Raumhöhe in Ihrem Bundesland informieren, die es zu beachten gibt. Unterschreitet Ihre geplante Deckenhöhe nicht die vorgeschriebene Mindestraumhöhe, können Sie nun ausmessen, wie groß die Fläche der Zimmerdecke ist und dafür die entsprechende Menge an Material einkaufen. Möchten Sie zusätzlich Leitungen in Ihrer neuen Decke verlegen, zeichnen Sie am besten den Verlauf der Kabel an der Wand ein.

Methoden zum Abhängen einer Zimmerdecke

Im Trockenbau gibt es drei verschiedene Methoden zum Abhängen Ihrer Decke. Egal, welche Methode Sie letztendlich wählen, es wird für die Arbeiten eine Leiter benötigt. Wir empfehlen Ihnen dafür beispielsweise unsere innovative HAILO L100 TopLine. Mit bis zu 8 Stufen ist sie ideal für größere Höhen im Innenbereich geeignet. Die L100 besitzt am oberen Ende eine Multifunktions-Ablageschale, damit Sie genügend Platz für alle Materialien, Werkzeuge und Kleinteile haben. Mit der Schale haben Sie stets alles griffbereit, um die Decke abhängen zu können. Mit dem ausziehbaren Sicherheits-Haltebügel können Sie sich beim Arbeiten in der Höhe sicher abstützen.

Person arbeitet drinnen auf einer HAILO L100 TopLine

Holzkonstruktion, Direktabhänger, Abhängesystem

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die Decke eines Trockenbaus abzuhängen. Die populärsten unter ihnen sind Holzkonstruktionen, Direktabhänger und Abhängesysteme. Welche Dinge dabei zu beachten sind und wie man am besten Schritt für Schritt vorgeht, haben wir im Folgenden für Sie aufgeschrieben.

Anleitung Holzkonstruktion

Die Holzkonstruktion ist die klassische Methode, um die Höhe des Raumes im Trockenbau zu verringern. Mit einer Latten-Unterkonstruktion aus Holz können Sie individuell entscheiden, wie hoch Ihre Decke am Ende sein soll – ob Sie großzügig oder  nur wenige Zentimeter der Zimmerdecke abhängen wollen, steht Ihnen frei. Für unterschiedliche Arbeitshöhen eignet sich unsere höhenverstellbare M80 Multifunktionsleiter. Sie ist mit ihren seitlichen Blockiergriffen einfach und sicher verstellbar und kann sowohl als Steh- als auch als Anlegeleiter verwendet werden.

Schritt 1: Rahmenkonstruktion

Im Abstand von 30 Zentimetern schrauben Sie waagerecht Holzlatten an die Decke. An diese Holzlatten werden nun in einem Abstand von ungefähr einem Meter weitere Holzlatten mit der Länge der geplanten Abhängehöhe senkrecht angeschraubt. Damit ein Rahmen entsteht, schrauben Sie indessen wieder waagrechte Holzlatten an die Senkrechten.

Schritt 2: Hohldecke füllen

Je nachdem, was das Ziel Ihrer abgehängten Decke sein soll, können Sie nun den Holzrahmen mit entsprechendem Inhalt dämmen. Dämmmaterial für Schallreduktion, Isoliermaterial gegen die Temperaturschwankungen oder auch Kabel und Leitungen für in die Decke eingelassene Lampen können währenddessen verlegt werden.

Schritt 3: Traglattung anschrauben

Als Nächstes wird an die Rahmenkonstruktion eine Querverlattung befestigt. Schrauben Sie dafür weitere Holzlatten quer zur eben angebrachten Grundlattung. Diese brauchen Sie für den nächsten Schritt.

Schritt 4: Montage der Beplankung

Für die Beplankung messen Sie nochmals, wie groß die Rigipsplatten oder Paneele sein sollen und schneiden diese entsprechend zu. Die Kanten der Platten sollten noch angefasst werden (so nennt man das Anschrägen der Platten). An die eben angebrachte Traglattung schrauben Sie anschließend die zugeschnittene Beplankung. Je nach Geschmack können Sie hierfür Holzpaneele für eine Holzdecke mit Hammer und Nagel oder Gipskartonplatten mit Akkubohrer und Schnellbauschrauben anbringen.

Schritt 5: Verarbeitung der Gipskartonplatten

Haben Sie sich für die Beplankung mit Gipskartonplatten entschieden, müssen diese für eine glatte Oberfläche abgeschliffen und nach der Montage die Fugen gefüllt werden. Danach die Schraublöcher mit Spachtelmasse ausgleichen. Zusätzlich können Sie die neue Decke noch tapezieren.

Abhängen einer Zimmerdecke

Anleitung Direktabhänger

Direktabhänger eignen sich im Trockenbau besonders, wenn Sie Ihre Decke nur wenige Zentimeter abhängen möchten, beispielsweise wenn Ihre alte Decke nicht mehr schön aussieht und Sie Ihr Projekt aus ästhetischen Gründen durchführen. Der Vorteil ist hier: Sie sparen sich die oben beschriebene, etwas aufwändigere Holzkonstruktion. Es ist also zeitsparend, bequem und es können Unebenheiten in der Decke ausgeglichen werden.

Schritt 1: Direktabhänger montieren

Statt aus Holzlatten besteht die Unterkonstruktion mit Direktabhängern aus Stahlblech. Bohren Sie an den vorher markierten Stellen Löcher in die Decke und bringen Sie die Direktabhänger mit ca. 50 cm Abstand mit Dübeln und Schrauben an.

Schritt 2: Grund- und Traglattung befestigen

Als Grundlattung des Deckenabhängsystems können Sie zwischen Latten aus Holz oder U-Profilen wählen. Diese schieben Sie in die Direktabhänger und befestigen Sie dort an der gewünschten Abhängehöhe mit Schrauben. Für eine gerade Decke messen Sie mit der Wasserwaage, ob die Schienen durchhängen. Sollte das der Fall sein, müssen Sie weitere Direktabhänger anbringen, um die Abstände zu verkleinern. An die Tragschienen für die Querverlattung wird später die Deckenverkleidung angebracht. Die Leisten für die Querverlattung befestigen Sie mit Kreuzverbindern an der Grundlattung. Der Abstand der einzelnen Schienen sollte maximal 40 Zentimeter betragen.

Schritt 3: Hohldecke füllen

Nachdem die Konstruktion montiert ist, können Sie jetzt die Hohldecke mit entsprechendem Dämm- und Isoliermaterial, Kabel und Leitungen füllen. Steinwolle eignet sich unter anderem hervorragend für die Schalldämmung.

Schritt 4: Montage der Beplankung

Quer an der eben befestigen Lattung wird nun die Verkleidung aus Platten wie Gipskarton, Pressspan oder Holzpaneelen angebracht. Fangen Sie mit dem Anschrauben der Beplankung am besten in der Mitte an, damit Stauchungen vermieden werden. Außerdem sollten die Schrauben alle zehn Zentimeter gesetzt werden. Achten Sie darauf, die Beplankung im Schiffsverband anzubringen, also mit einem Versatz von mindestens einer Traglattenbreite.

Schritt 5: Verarbeitung der Gipskartonplatten

Für eine glatte Oberfläche werden nun mit Spachtel und Spachtelmasse die Fugen der Rigipsplatten sowie die Schraublöcher geschlossen. Wenn die Spachtelmasse getrocknet ist, können die Gipsplatten abgeschliffen, tapeziert und gestrichen werden – fertig ist Ihre Trockenbau-Decke.

Anleitung Abhängesystem

Die Methode mit den Decken-Abhängesystemen aus Aluminium ist im Trockenbau eine Methode für die Profis. Sie sollten also über gutes handwerkliches Geschickt verfügen, wenn Sie diese Methode an Ihrer Wand anwenden wollen. Die Deckenkonstruktion besteht aus UD-Wandabschlussprofilen, Direktabhängern und CD-Profilen. Durch die exakt gefertigten Konstruktionselemente sind die Profile immer gerade und das Metall kann sich bei Feuchtigkeit nicht ausdehnen.

erson beim Unterkonstruktion anbringen

Schritt 1: UD-Profile anbringen

Die UD-Profile werden an der Wand in der später gewünschten Höhe der Zimmerdecke umlaufend angebracht. Messen Sie auch hier mit der Wasserwaage nach, damit die Profile gerade angebracht sind. Für genügend Bewegungsfreiheit und Flexibilität beim Anbringen kann unsere M60 Universalleiter sorgen. Sie ist sowohl als Arbeitsbühne als auch als Anlege- und Stehleiter einsetzbar.

Schritt 2: Direktabhänger und CD-Deckenprofile montieren

Die CD-Deckenprofile bilden bei dieser Methode die Grundlattung. Bevor Sie die Direktabhänger anschrauben, zeichnen Sie mit einem Stift die späteren Positionen der CD-Profile ein. Zur Wand sollte der Abstand der CD-Profile etwa 20 Zentimeter betragen, der Abstand zwischen den CD-Profilen maximal 50 Zentimeter und zwischen den Direktabhängern sollte der Abstand maximal einen Meter betragen.

Sind die Markierungen eingezeichnet, können Sie jetzt die Löcher für die Abhänger bohren und diese mit Dübeln versehen. Nun werden die CD-Profile an den Abhängern befestigt.

Metall-Unterkonstruktion einer abgehängten Decke

Schritt 3: Hohldecke füllen

Das hohle Deckensystem kann nun mit der entsprechenden Dämmung für Schallschutz und Co. gefüllt werden.

Schritt 4: Montage der Traglattung und Beplankung

Die Traglattung verläuft quer zur Grundlattung. Achten Sie darauf, dass die Abstände nicht größer als 50 Zentimeter sind. Eine Orientierung für die Abstände geben Ihnen die Längen der Beplankung.

Schritt 5: Verarbeitung der Gipskartonplatten

Die Unterkonstruktion aus Metall ist inzwischen fertig und Sie können beginnen, die Decke mit Gipsplatten zu verkleiden. Zum Schluss verspachteln Sie noch die Fugen und Schraublöcher der Gipskartonplatten und fertig ist Ihre neue Decke!

Einrichtungsidee

Das Abhängen von Decken ist nicht nur praktisch beziehungsweise heizkostensenkend, sondern kann auch als Deko-Idee dienen. Möchten Sie nicht die komplette Decke abhängen, aber trotzdem Lichtspots im Raum verteilen, können Sie einzelne Löcher in die Decke aus Beton bohren und an Draht befestigte Platten in unterschiedlichen Formen herunterhängen lassen. Die Drähte können unterschiedlich lang sein – so haben Sie auf verschiedenen Ebenen kleine, abgehängte Decken. In diese Platten aus Gipskarton oder Holz können Sie LED-Spots einbauen.

Kinderzimmer verwendet Formen, die von oben hängen

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