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In wenigen Schritten den Beamer an der Decke befestigen

Filmfans, Sportbegeisterte und Computerspieler wissen, dass sich der absolute Entertainment-Genuss erst durch ein ausreichend großes Bild einstellt, in welches man als Zuschauer völlig eintauchen kann. Für die eigenen vier Wände gibt es dafür mittlerweile günstige Lösungen. Es müssen nämlich nicht immer teure Flatscreens angeschafft werden, zumal diese meist nicht die Bildgröße erzeugen können, wie es Beamer und Leinwände schaffen. Doch allein der Gedanke an die Montage bereitet vielen Entertainment-Fans bereits Kopfschmerzen. Aber kein Grund zur Sorge! Wir geben Ihnen Tipps und erklären, wie es in fünf Schritten schnell und einfach möglich ist, einen Beamer an die Decke zu montieren, die Leinwand zu befestigen und damit den Traum des Heimkinos Realität werden zu lassen.

Schritt 1: Die Lichtverhältnisse analysieren

Leinwände, auf die letztlich der Film, das Spiel oder das Sportereignis durch den Beamer projiziert wird, reflektieren leider nicht nur dessen Licht, sondern auch das Licht anderer Quellen. Ein Beispiel hierfür ist das natürliche Licht der Sonne. Aber auch künstliches Licht wie das von Lampen wird von Leinwänden reflektiert. Daher ist es wichtig, die Leinwand und den Projektor in einem Raum zu installieren, in dem natürliches oder künstliches Fremdlicht entweder das Bild nicht stört, oder aber durch Jalousien und Vorhänge ausgesperrt werden kann. Denn ähnlich wie im Kino wird die bestmögliche Bildqualität dann erreicht, wenn der Raum möglichst dunkel ist.

Schritt 2: Den Abstand des Projektors berechnen

Je nachdem wie groß der Raum und die Wand ist, an welche die Leinwand montiert wird, kann auch die Frage nach der Bildbreite der Projektion und somit der Position der Projektor-Halterung an der Decke beantwortet werden. Für einen Effekt wie im Kino empfehlen wir eine Bildbreite von mindestens zwei Metern. Hier gilt es zumeist, einen Kompromiss zu finden zwischen dem möglichen Abstand der Sitzfläche, auf der man sich während des Entertainments befindet, und der projizierten Wand. Man kennt es aus dem Kino: In den ersten Reihen ist das Filmerlebnis weniger angenehm als in den hinteren Reihen, denn dort hat man einen besseren Blick auf die Kinoleinwand. Genauso ist es auch in den eigenen vier Wänden. Sofern Sie einen Grundriss des Zimmers haben, in dem Sie Ihren Beamer und Ihre Leinwand anbringen wollen, bietet es sich an, diesen zur Hand zu nehmen. Denn ein Grundriss hilft ungemein dabei, den optimalen Abstand zwischen dem Projektor an der Decke und der Leinwand an der Wand zu berechnen.

Um die Frage nach der optimalen Position beantworten zu können, muss der sogenannte Projektionsratio zurate gezogen werden, welcher in der Betriebsanleitung des jeweiligen Beamers zu finden ist. Damit kann man den optimalen Abstand des Beamers errechnen. Nehmen wir also an, dass ein Beamer ein Projektionsverhältnis von 1,3 - 2,0:1 hat. Ziehen wir die zuvor angeführte Bildbreite von 2 Metern heran, so berechnen wir 2 x 1,3 = 2,6. Dies beschreibt den minimalen Abstand des Beamers zur Wand, um eine Bildbreite von 2 m zu erreichen. Anschließend rechnen wir 2 x 2,0 = 4. Somit liegt der maximale Abstand bei 4 Metern. Letztendlich bedeutet dies, dass der Beamer bei einem Projektionsabstand von ca. 2 bis 4 Metern eine Bildbreite von 2 Metern erreicht.

Schritt 3: Die passende Leinwand und den Beamer auswählen

Nun geht es zur Auswahl von Projektor und Leinwand. Letztere sollte bestenfalls aus PVC bestehen, um eine gleichmäßige Oberfläche zu gewährleisten. Je nach Beschaffenheit der Wand kann man sich aber natürlich auch überlegen, ob eine Leinwand überhaupt nötig ist. Im besten Fall ist die Wand derart beschaffen, dass diese das Bild gut wiedergibt. Sollten Sie sich dennoch für eine Leinwand entscheiden, so ist vor allem deren Größe zu beachten. Ist sie zu klein, bleibt der gewünschte Heimkino-Effekt aus, ist sie hingegen zu groß, wird der Raum durch sie verunstaltet und um die Projektion bildet sich ein weißer Rand.

Um ein möglichst perfektes Bild im eigenen Heimkino zu erzeugen, ist der wichtigste Teil des Heimkinos der passende Projektor. Soll der Beamer im Wohnzimmer aufgestellt werden oder in anderen Räumen, in denen man sich gerne und lange aufhält, sollte auf die Lautstärke der Belüftung geachtet werden. Eine möglichst leise und dennoch effiziente Belüftung beginnt man nämlich spätestens dann zu schätzen, wenn uns das Filmerlebnis völlig abtauchen lässt und nicht durch laute Lüftungsgeräusche getrübt wird.

Schritt 4: Die Leinwand montieren

Bevor der Beamer an der Decke angebracht wird, ist es eine gute Idee, zunächst die Leinwand zu befestigen, da diese viel Platz im Raum einnimmt. Beim Anbringen der Leinwand lohnt es sich, auf die Hilfe von Freunden zu zählen, da hier mehrere helfende Hände die Arbeit deutlich erleichtern. Im Handel sind unterschiedliche Modelle erhältlich, die sich entweder an der Wand oder aber an der Decke befestigen lassen. Rollo- und Motor-Leinwände werden an ihren Halterungen, die sich meist an den beiden äußeren Enden befinden, montiert. Im Normalfall beinhaltet die Lieferung bereits geeignete Dübel, auf die zur Montage zurückgegriffen werden kann. Möchten Sie eigene Dübel verwenden, sollten Sie zuvor prüfen, ob diese auch die ausreichende Tragkraft zum Aufhängen der Leinwand aufweisen. Nicht vergessen: Der Griff zur Wasserwaage ist beim Montieren der Leinwand Pflicht, um eine horizontale Ausrichtung sicherzustellen.

Schritt 5: Den Beamer an der Decke befestigen

Nun ist der Beamer an der Reihe. Jetzt heißt es also: Eine stabile Leiter zur Hand nehmen – und es geht hoch hinaus! Mithilfe einer Deckenhalterung lässt sich der Projektor unauffällig und im Handumdrehen an der Decke montieren. Als Erstes wird  die Deckenplatte angebracht. Legen Sie diese dazu an der Decke an und markieren Sie mit einem Bleistift die Löcher, die im Anschluss für die Schrauben gebohrt werden müssen. Die Deckenplatte sollte daraufhin fest und sicher verschraubt werden. Bei hohen Decken sind höhenverstellbare Deckenhalterungen ratsam. Mittels dieser Deckenhalterungen ist es nämlich möglich, den vertikalen Abstand flexibel anzupassen.

Anschließend wird die Befestigungsscheibe vorbereitet. Hierzu werden die Arme an der Befestigungsscheibe mit Schrauben, die meist bereits im Lieferumfang enthalten sind, angebracht. Die Schrauben dürfen zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht festgezogen werden. Denn nun müssen Sie den Beamer an den gerade montierten Armen der Befestigungsscheibe anbringen – jetzt können  alles Schrauben fest angezogen werden. Danach kann die Befestigungsscheibe samt Beamer an der Deckenhalterung montiert werden. Dafür muss die Scheibe lediglich in die Öffnungen gedreht werden, sodass der Projektor in die richtige Position gebracht wird. Das Ganze nur noch mit den beiliegenden Schrauben fixieren – und geschafft! Ihr Beamer ist jetzt sicher und fest an der Decke angebracht.

Der letzte Schritt ist die Feinjustierung. Der Projektor kann nun eingeschaltet werden, um ein Testbild zu zeigen. Je nach Position der Leinwand kann das Gerät nun so lange ausgerichtet werden, bis das Bild ideal eingestellt ist.

Nachdem Sie diese fünf Schritte in die Tat umgesetzt haben, ist es an der Zeit, Freunde und Familienmitglieder mit einer großen Tüte Popcorn zusammenzurufen. Einen entspannten Filmabend mit Ihren Liebsten haben Sie sich nun redlich verdient – Film ab!

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