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Kastanien Nahaufnahme mit Schale

Kastanienbaum schneiden

Über die Frage, ob Kastanienbäume beschnitten werden sollten oder nicht, herrschen verschiedene Meinungen. Sollten Sie vorhaben, eine Kastanie zu schneiden, müssen Sie einige Schritte und Vorsichtsmaßnahmen beachten, um einen Pilz- und Schädlingsbefall zu verhindern. Welche unterschiedlichen Arten von Schnitten es gibt, welches das passende Equipment für sichere Arbeiten im Garten ist und wie man essbare Kastanien zubereitet, haben wir in diesem Artikel für Sie zusammengefasst.

Die Kastanie – Ein Baum mit stattlichem Wuchs

Die Kastanie ist ein Laubbaum, der in Asien, Europa und Nordamerika beheimatet ist. Die Rosskastanie und die Edelkastanie, auch Esskastanie genannt, stellen die zwei großen Arten dar. Neben diesen wurden bis zu 100 weitere Unterarten identifiziert.

Die Rosskastanie unterscheidet sich von der Esskastanien anhand der Blätter, der Früchte sowie der Schale. Während die Früchte der Esskastanie – auch Maronen genannt – essbar sind und in vielen Teilen Europas als Delikatesse gelten, sind die Früchte der Rosskastanie ungenießbar. Essen Sie keinesfalls Kastanien von diesem Baum, da dies zu Übelkeit, Schwindel und anderen Vergiftungserscheinungen führen kann. Aus Schale und Frucht können aber andere tolle Sachen gebastelt werden.

Kastanienbaum

Kastanienbäume können einen hohen Wuchs von bis zu 35 Metern erreichen. Selbst kleinere Arten oder junge Bäume können schon bis zu 10 Meter hoch werden. Als Zierbäume in kleineren Gärten sind die Pflanzen aufgrund des starken Wurzelwuchses und der breiten Baumkrone weniger geeignet. Daher kann es nötig sein, regelmäßig die Äste und die zahlreichen Blätter zu entfernen, um den Kastanienbaum klein zu halten. Andere Bäume und Pflanzen wollen schließlich auch noch etwas vom Sonnenlicht abbekommen.

Die Kastanie schneiden oder wachsen lassen?

Baumexperten streiten sich über das Für und Wider eines regelmäßigen Schnitts von Kastanienbäumen:

Einerseits wird vorgebracht, dass ein regelmäßiges Schneiden eingesetzt werden kann, damit die Kastanie schnell und stark wachsen kann. Der Baum soll dadurch seine Kraft auf die starken Äste, den Stamm und das gesunde Holz lenken können und somit keine Anstrengungen auf schwache Äste verschwenden.

Andererseits wird dagegengehalten, dass an Stellen von größeren Schnitten durch die großen Wunden die Anfälligkeit für Pilze und Schädlinge steigt. Insbesondere bei jungen Kastanienbäumen sollte man wegen möglicher Krankheiten Vorsicht walten lassen. Ein Schnitt in der Nähe des Stamms oder große Schnittflächen von mehr als 5 cm können zu einem Befall mit verschiedenen Krankheiten führen. Vergilbte Blätter zu einer ungewöhnlichen Zeit können dann ein Indikator für Schädlingsbefall sein.

Person beim Schneiden eines Ast auf einer HAILO-Leiter

Das Problem mit Pilzbefall und anderen Krankheiten bei Kastanienbäumen

Insbesondere Rosskastanien kommen nur langsam mit Wunden eines Schnitts zurecht. Nach dem Schneiden dauert es einige Zeit, bis sich ein natürlicher Schutzfilm gebildet hat, der den Baum vor Schädlingen und Fäule schützt. Dieser Gefahr kann aber durch die Wahl des richtigen Zeitpunkts in der richtigen Jahreszeit entgegengewirkt werden. Ein Schneiden der Kastanie sollte immer zwischen November und Februar erfolgen, um Platz für neue Triebe im Frühling des nächsten Jahres zu schaffen. Die Kälte ist für die Pflanze kein Problem. Nach dem Schneiden sollte die Umgebungstemperatur jedoch nicht mehr als vier Grad Celsius betragen. So können sich Pilze nicht ausbreiten.

Was Sie vor dem Schneiden beachten sollten

Bevor Sie sich in Ihrem Garten schnell und unbedacht an das Schneiden der Äste machen, sollten Sie für ein paar Sicherheitsmaßnahmen sorgen. Es empfiehlt sich, bei Arbeiten im Garten immer Schutzhelm und Schutzbrille zu tragen. Vor allem beim Entfernen von Ästen können Sie diese beim Herunterfallen verletzen oder Holzspäne in das Auge gelangen. Mindestens genauso wichtig ist der sichere Stand beim Schneiden von Bäumen, welche wie Kastanien hochgewachsene Kronen aufweisen. Für Ihre Absicherung bieten wir ein umfassendes Produktportfolio an Gartenleitern an, damit Ihnen bei der Pflege Ihrer Bäume nichts passiert.

Fußpedalsystem S100 ProfiLOT

Das perfekte Produkt für Ihre Standsicherheit im Garten ist die HAILO S100 ProfiLOT, die durch ein Fußpedalsystem Unebenheiten des Bodens von bis zu 15 cm ausgleichen kann. Durch die vielseitig einsetzbaren Möglichkeiten der dreiteiligen Alu-Kombileiter als Anlege-, Schiebe- und Bockleiter kommen Sie in jegliche Höhen Ihrer Kastanie und können die Leiter zudem bei Arbeiten am Haus nutzen.

Die verschiedenen Arten des Beschneidens eines Kastanienbaums

Für den Schnitt Ihres Baumes wird zwischen zwei Arten unterschieden. Zum einen können Sie mit dem Ziel der Säuberung einen Schnitt durchführen und zum anderen können Sie einen Schnitt durchführen, um die Krone des Baumes zu stutzen.

Der Rückschnitt zur Säuberung sollte alle zwei Jahre durchgeführt werden. Das Ziel dabei ist die Pflege und die Säuberung der Stammbasis. Beim Säuberungsschnitt beschneiden Sie die Stockausschläge und entfernen Wasserreiser, welche kleine Äste sind, die direkt am Stamm anfangen zu wachsen. Weiterhin können von Schädlingen befallene Äste bis zum gesunden Holz gestutzt werden.

Der Rückschnitt zur Unterstützung der Krone dient vornehmlich zur Stabilisierung von jungen und empfindlichen Kastanien. Neben dem besten Zeitpunkt für die Schnitte sollte der Kronenschnitt in den ersten 20 Jahren regelmäßig durchgeführt werden, damit sich ein besonders starkes Gerüst bilden kann. Folgend bieten wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung:

Schritt-für-Schritt-Anleitung

Im Gegensatz zu Obstbäumen sind Kastanien sehr empfindlich, besonders, was das Beschneiden betrifft. Dennoch sollen Sie diese Bäume regelmäßig schneiden, um Wachstum zu unterstützen. Mit einer Nachbehandlung der Wunden kann das Risiko von Schädlingsbefall deutlich verringert werden. Ziehen Sie daher die Verwendung von Veredelungssalben in Erwägung, nachdem Sie die Äste entfernt haben.

Maronen – Die Delikatesse der Esskastanie

Um leckere Maronen für herbstliche Gerichte ernten zu können und dafür eine Ess- bzw. Edelkastanie zu pflanzen, müssen ein paar Dinge wie beispielsweise der richtige Standort beachtet werden. Für den Standort einer Edelkastanie ist auf einen durchlässigen Boden zur ausreichenden Wasserversorgung zu achten, der kalkarm und einen pH-Wert zwischen 4,5 und 6,5 aufweisen sollte.

Geröstete Maronen

Geht es an die Ernte und Zubereitung der Esskastanien, müssen diese zuerst mit kreuzweisen Schlitzen angeschnitten werden. Wie bei Bratwürsten wird dadurch das Aufplatzen der Maronen verhindert. Damit die Maronen bei einer Zubereitung im Backofen nicht zu sehr austrocknen, kann man zusätzlich eine Schale mit Leitungswasser hineinstellen. Anschließend sollte man Sie abkühlen lassen.

Alternativ kann man die Kastanien auch zuvor schon in einer Schale Wasser einweichen lassen und sie erst danach im Ofen rösten.

In jedem Fall sollte das Schälen nach dem Backofen einfacher funktionieren, da die Hitze die Schale von der Frucht löst. Anschließend können die Delikatessen gegessen werden.

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