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Nistkasten aufhängen

Frühjahr und gutes Wetter heißen, dass es Zeit ist, den Garten wieder schön zu machen: Bäume schneiden, Blumen pflanzen, alles ordnen und säubern. Sie wollen sich ja wohlfühlen rund um Ihr Haus. Doch außer Ihnen gibt es noch andere Bewohner im eigenen Garten oder auch auf dem Balkon. Tiere, etwa Vögel, nutzen Ihren Garten oder Balkon ebenfalls als Lebensraum. Lesen Sie hier, wie Sie den Vögeln mit einem Nistkasten etwas Gutes tun können und was es dabei zu beachten gilt.

Nistkasten als Unterstützung für Vögel

Viele Faktoren führen heutzutage dazu, dass Tiere unsere Hilfe benötigen: Landwirtschaft, dichte Besiedelung und künstlich angelegte und kultivierte Parkanlagen. Wenn man sich mit Vögeln beschäftigt, kommt man um das Thema Nistkasten nicht herum. Als Nistkasten wird eine vom Menschen geschaffene Nisthilfe bezeichnet. Dieser Kasten ist hohl, sodass er zur Aufzucht oder auch schon zur Überwinterung genutzt werden kann. Diese zusätzliche Möglichkeit ist für die Vögel damit eine Ergänzung zu den natürlichen Optionen, falls diese wegen des menschlichen Eingriffs nicht mehr vorhanden sind.

Ein Vogel, der einen Nistkasten in Anspruch nimmt

Was sollte man beim Anbringen vom Nistkasten beachten?

Indem Sie in Ihrem Garten Nistkästen anbringen, sorgen Sie dafür, dass Vögel geschützt sind und sich zurückziehen können. Ihre Nisthilfe können Sie dazu am besten am Baum im Garten befestigen. Hier können Sie den Kasten in ausreichender Höhe anbringen, damit er bestmöglich geschützt ist. Nistkästen sieht man unter anderem auch an öffentlichen Orten. Neben Bäumen eignen sich auch freistehende Masten oder die Hauswand. Weiterhin gibt es einige wenige Dinge zu beachten, die wir Ihnen hier zusammengestellt haben.

Am richtigen Platz und in der richtigen Höhe aufhängen

Zunächst muss der richtige Standort gefunden werden. Vor allem Schutz ist hierbei entscheidend: ruhig und wettergeschützt sollte er sein. Wie hoch der Kasten aufgehängt wird, ist aus zweierlei Hinsicht bedeutend. Einerseits schützt die richtige Höhe die Nisthilfe vor Katzen und anderen Nesträubern. Andererseits hängt es von der Vogelart selbst ab, welche Höhe für welchen Vogel geeignet ist: Während viele Vögel zwei Meter bis drei Meter bevorzugen, werden die Kästen für Stare und größere Vögel idealerweise in vier bis sechs Metern Höhe angebracht. Nisthilfen für Singvögel wiederum bringt man am besten auf Augenhöhe in etwa eineinhalb bis zwei Metern an.

Die richtige Höhe für verschiedene Vogelarten

Der richtige Zeitpunkt

Der beste Zeitpunkt zum Aufhängen von neuen Nistkästen ist im zeitigen Frühjahr, spätestens im März. Wollen Sie die Möglichkeit auch über den Winter anbieten, ist die Anbringung bereits im Herbst sinnvoll.

Der richtige Nistkasten für jede Vogelart

Wenn es um die richtige Ausrichtung geht, ist primär für heimische Vögel ein Einflugloch optimal, das nach Osten, Südosten oder Süden gerichtet ist. Das Einflugloch sollte nicht nach Westen zeigen, um die Vögel vor der Wetterseite und damit vor Wind und Regen zu schützen. Bei der Ausrichtung nach Süden besteht ohne Schattenplatz die Gefahr, dass die Vögel damit der prallen Sonne ausgesetzt sind.

Daneben gibt es Einfluglochgrößen für verschiedene Vogelarten: Meisen etwa benötigen nur winzige Einfluglöcher. Daher ist hier der Tipp: Bieten Sie Möglichkeiten mit unterschiedlich großen Einfluglöchern an.

Ein Spatz sitzt auf einem Nistkasten

Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Nistkasten aufhängen

Im folgenden Überblick ist in den einzelnen Schritten nochmals zusammengefasst, wie alles befestigt wird und was es zu beachten gilt.

Schritt 1: Arbeitsoberfläche und Nistkasten

Nehmen Sie sich eine sichere Leiter und einen Nistkasten Ihrer Wahl zur Hand und suchen Sie sich einen geeigneten Baum in Ihrem Garten, an dem Sie den Kasten anbringen wollen.

Person auf einer S100 ProfiLOT hängt einen Nistkasten im Baum auf.

Schritt 2: Höhe ausmessen

Wie bereits beschrieben, sollten Sie die für die Vogelart passende Höhe für das Einflugloch wählen. Messen Sie diesen Abstand zum Boden aus und markieren Sie diese am Baum mit etwas Kreide oder befestigen Sie direkt die Aufhängung des Nistkastens. Wenn Sie in der Höhe arbeiten, sollten Sie stets auf Ihre Sicherheit achten. Dafür eignet sich eine Leiter wie die HAILO S100 ProfiLOT optimal, da sie zudem Unebenheiten im Boden bis zu 15 cm ausgleicht.

Schritt 3: Nistkasten aufhängen

Bei der Befestigung empfiehlt sich eine Manschette. Um den Baum zu schonen, klemmen Sie dabei einfach ein Stück Gummischlauch oder eine Holzleiste zwischen Rinde und dem Metall der Manschette. Zum Aufhängen ist ein Draht geeignet. Sie können den Nistkasten aber auch auf eine Leiste aus Holz nageln, die mittels der Manschette an den Baumstamm angebracht ist. Alternativ nageln Sie die Leiste mit Nägeln an den Baumstamm. Tipp: Die Kästen sind am besten mit einem Aluminium-Nagel zu befestigen, da dieser dem Baum nicht schadet.

In jedem Fall sollte die Leiste mindestens 15 Zentimeter länger als die Nistkastenhöhe sein. Die Leiste wird so an der Rückseite des Nistkastens angebracht, dass sie an Dach und Boden übersteht.

Befestigung eines Nistkastens mittels Leiste und Nägeln

Weitere Tipps zum Thema Nistkästen

Sehen Sie davon ab, den Kasten mit Nistmaterial wie Stroh oder Sägemehl zu befüllen. Die Tiere kümmern sich um den Nestbau selbst. Dabei kann es Unterschiede geben, welche Baumethode und welches Material von den Vögeln verwendet wird.

Allerdings sollten Sie geschlossene Nistkästen im Herbst oder Winter reinigen. Die meisten Vögel sind nicht imstande, das alte Nest selbstständig zu entfernen.

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