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Schöne Holztür in einem wohnlichen Zimmer.

Türen einbauen

Eine schöne Tür aus Holz ist nicht nur funktional, sondern kann auch ein echter Hingucker sein. Wenn man die Türen dann noch selbst eingebaut hat, ist das eine Leistung, auf die man stolz sein darf. Und das Beste daran: Eigentlich ist es gar nicht so schwer, eine Innentür im Haus selbst einzubauen. HAILO zeigt Ihnen in 11 Schritten, wie der Einbau einer Tür gelingt.

Material- und Werkzeugübersicht für die Türen-Montage

Bevor es mit dem Einbau der Tür losgehen kann, stellen Sie sicher, dass Sie alle Materialien und Werkzeuge zur Hand haben. Nichts ist ärgerlicher, als wegen einer Kleinigkeit kurz vor dem Einbauen noch einmal zum Baumarkt fahren zu müssen. Damit bei der Montage der neuen Türen nichts schiefgeht, können Sie sich diese Liste auch kostenlos herunterladen und ausdrucken.

Werkzeug

  • Handschuhe & Schutzbrille
  • Zollstock
  • Bleistift
  • Wasserwaage
  • Holzbock
  • Bohrmaschine & Bohrerauswahl
  • Schraubendreher
  • Cuttermesser
  • Schlosserhammer
  • Kartuschenpresse
  • Türfutterspreize & Montagekeile oder Türfutter-Montageset
  • ggf. Unterlage
  • ggf. Stehleiter

Material

  • Innentür oder Schiebetür
  • Holzleim
  • Türzarge
  • Zargenschaum
  • Sanitär-Silikon
  • Sperrholzplättchen
  • Türbeschläge
Material- und Werkzeugübersicht Türen-Montage.

Montageanleitung – eine Innentür selbst einbauen

In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt HAILO Ihnen, wie Sie aus einer Wandöffnung eine schicke Zimmertür machen.

Schritt 1a – Türöffnung messen

Wenn die alten Innentüren und Zargen gegen neue ausgetauscht werden sollen, muss zunächst die Türöffnung ausgemessen werden, um zu ermitteln, welche Tür beschafft werden muss. Dazu sollte das Türblatt in Höhe und Breite an der Falz-Außenseite, die an den Rahmen anschlägt, gemessen werden. Zur Ermittlung der Wandstärke muss dann die komplette Tiefe der Zarge (Futterbrett + Bekleidung) an der Innenseite des Türdurchgangs gemessen werden. Anschließend muss die Stärke der Zargenbekleidung, die auf der Wand aufliegt, auf beiden Seiten von der Gesamtbreite abgezogen werden.

Person misst Türöffnung aus.

Schritt 1b – Maueröffnung messen

Wenn erstmalig Innentüren eingesetzt werden sollen, müssen die korrekten Bestellmaße der Türen ermittelt werden. Dafür muss die Breite und Höhe des Türblattes und für die Zarge zusätzlich die Wandstärke gemessen werden. Dabei ist Folgendes besonders wichtig: Die Maße müssen immer inklusive Putz, Fliesen und Bodenbeläge ermittelt werden. Also erst, wenn alle anderen Arbeiten erledigt wurden.

Schritt 2 – Anschlagseite bestimmen

Für jede Tür muss eine Anschlagseite bestimmt werden. Sie entscheiden also, ob sich die Tür nach links oder nach rechts öffnen soll. Gehen Sie dabei von dem Raum aus, in den die Tür geöffnet wird. Wenn Sie mehrere Türen einbauen möchten, notieren Sie sich auch die jeweiligen Anschlagseiten und geben Sie sie bei der Bestellung der Türen mit an, damit die Bänder korrekt an Ihrer neuen Innentür angebracht werden können.

Schritt 3 – Zarge prüfen und verbinden

Es ist ratsam, die Zargenteile zu prüfen, bevor sie entsprechend der Anleitung zusammengebaut werden. Dazu werden die Teile der Zarge bereits vor der Montage in U-Form ausgelegt – achten Sie darauf, dass die Unterlage (z.B. Malervlies) möglichst sauber ist und Sie die Teile mit der Falzbekleidung nach unten platzieren. Anschließend können Sie die Bandunterteile aus dem Längsfutter sorgfältig entfernen und auf die Gährungsflächen des Quer- und Längsfutters Leim auftragen. Weißleim eignet sich in der Regel gut dafür. Auch in die Nut wird nun Leim aufgetragen, anschließend können Sie dort ein oder zwei Holzfedern einstecken und die Teile der Zarge verbinden.

Schritt 4 – Festschrauben oder Klammern

Die verbundenen Teile der Zarge verfügen über entsprechende Öffnungen, die nun mit Zargen-Verbindern ausgestattet werden. Anschließend können Sie die Teile fixieren, indem Sie sie miteinander verschrauben oder klammern. Bei Unklarheiten finden Sie in der Regel weitere Informationen in der Anleitung des Herstellers Ihrer Innentür.

Tipp: Wenn Sie die Zargen nach der Montage reinigen, prüfen Sie noch einmal, ob alle Verbindungen bündig sitzen und ziehen Sie bei Bedarf die Schrauben noch einmal nach.

Schritt 5 – Ausrichten und Fixieren

Sie können nun bereits das Türblatt aufstellen und alle Werkzeuge für den Einbau in Griffnähe platzieren. Die Zarge jetzt vorsichtig aufrichten und in der Mitte der Türöffnung platzieren. Montieren Sie die Bandunterteile. Achten Sie beim Einbauen außerdem darauf, dass der Abstand zwischen Boden und Türzarge drei Millimeter groß ist. Mithilfe von Unterlagsplättchen oder kleinen Holzbrettern können Sie hierbei die Türzarge leicht ausrichten. Um jetzt die Türzarge im oberen Bereich mit den Holzkeilen zu fixieren, hilft eine passende Leiter. Wir empfehlen eine Alu-Stehleiter wie die HAILO L100 TopLine. Die richtige Fixierung gehört zu den wichtigsten Schritten. Auf der L100 stehen Sie dank der XXL Stufen sicher und komfortabel, während Sie – möglicherweise auch mit beiden Händen – von oben nach unten weitere Keile setzen und das Querfutter mit der Wasserwaage nachprüfen.

Tipp: Nach der Fixierung auch noch einmal das Längsfutter mit der Wasserwaage nachmessen und falls nötig nachjustieren.

Schritt 6 – Türfutterspreizen anbringen

Alles im Lot? Dann können Sie jetzt die Breite der Türfutterspreizen einstellen und wie folgt verteilen: Die erste Spreize setzen Sie im unteren Bereich auf Höhe des unteren Bandes, die zweite wird auf Höhe des Türblechs eingesetzt und die dritte oben auf Höhe des oberen Bandes. Verkeilen Sie sie anschließend zwischen Türfutter und Wand, jeweils auf Höhe der Spreizen. Auch hier können Sie beim Einbauen die Leiter wieder verwenden, wenn Sie im oberen Bereich der Tür arbeiten. Die Türzarge steht nun ausgerichtet und fest in der Öffnung.

Türfutterspreizen sind in der Zarge eingespannt

Schritt 7 – Schneller Zwischentest

Probeweise können Sie nun das Türblatt einhängen. Die neue Tür sollte sich leicht öffnen und schließen lassen, ohne dabei über den Boden zu schleifen. Es kann vorkommen, dass Sie an dieser Stelle noch einmal nachjustieren müssen, weil z.B. der Boden nicht ganz gerade ist. Nehmen Sie anschließend das Türblatt wieder heraus.

Schritt 8 – Zarge der Innentür ausschäumen

Bei einer fachgerechten Montage beginnt an dieser Stelle das Ausschäumen. Zunächst legen Sie etwas Pappe oder Malervlies auf den Boden und stecken zusätzlich jeweils über den Spreizen ein Stück Pappe in die Nut. Legen Sie Schutzbrille und Handschuhe an. Die Anleitung zur Vorbereitung des spreizdruckfreien Zargenschaums (PU-Schaum) finden Sie üblicherweise auf der Verpackung. Füllen Sie nun die Lücken von unten nach oben mit Schaum und lassen Sie diesen gründlich aushärten. Um im oberen Bereich sauber zu arbeiten, empfehlen wir auch hier die Verwendung einer Renovierungs- oder Stehleiter.

Anschließend können die Pappen, Keile und Spreizen entfernt werden sowie die überstehenden Reste des Schaums mit einem Cuttermesser abgeschnitten werden. Das überschüssige Material wird in haushaltsüblichen Mengen im Restmüll entsorgt.

Ausschäumen der Lücken mit Montageschaum.

Schritt 9 – Montage der Zierbekleidung

Das sieht doch schon gut aus! Jetzt können Sie die Zierbekleidung der Zimmertür einbauen. Dazu verleimen Sie die Teile der Zierbekleidung, bringen anschließend Leim in die Nut und stecken die Zierbekleidung an. Ausgetretener Leim kann einfach mit einem feuchten Tuch entfernt werden. Die durch das Entfernen der Keile entstandenen Fugen können Sie mit Maleracryl füllen. Die Lücke zwischen Zarge und Boden kann mit Silikon ausgespritzt werden, um einen sauberen Übergang herzustellen.

Schritt 10 – Türbeschläge montieren

Jetzt fehlt eigentlich nur noch die Montage der Türbeschläge. Für diesen letzten Schritt können Sie eine Schablone verwenden, um die Punkte für die Löcher auf dem Türblatt zu markieren. Bohren Sie die Löcher und montieren Sie die Beschläge. Die Türklinke fixieren Sie am besten mit einer Madenschraube.

Ist alles eingebaut und sitzt fest? Dann testen Sie zur Sicherheit noch einmal die Funktion Ihrer neuen Zimmertür.

Zimmertür wird getestet und öffnet sich zu einem schönen Raum hin.

Glückwunsch zum Einbau einer neuen Tür!

Nun ist es geschafft: Jetzt können Sie Ihre Tür endlich hinter sich zu machen und bei einer verdienten Pause entspannen.

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