Ein Gerüst steht an einer hellen Haus-Fassade

Gerüstpflicht: Ab welcher Höhe braucht man ein Gerüst?

Nur schnell die Leiter an die Hauswand lehnen, einen lästigen Fleck an der Fassade ausbessern – oder sollte es doch besser ein Gerüst sein? Ab wann Sie ein Gerüst benötigen und welche Vorteile die Verwendung eines solchen mit sich bringt, erklären wir Ihnen in diesem Beitrag.

Ab welcher Höhe brauche ich ein Gerüst?

Ein Gerüst hilft Ihnen nicht nur, hoch gelegene Stellen an Fassaden zu erreichen, sondern sorgt in erster Linie für Ihre Sicherheit. Trennen lassen sich Arbeiten in der Höhe in private und berufliche – für letztere gelten eigene Regeln, die im aktuellen Recht wie den DIN EN Normen festgehalten sind oder als Anforderungen zur Absturzsicherung von den Experten der Berufsgenossenschaften definiert werden.

Private Arbeiten: Vorschriften für Heimwerker

Bei privaten Arbeiten empfiehlt es sich, einen Blick in die Technischen Regeln für Betriebssicherheit (TRBS 2121) zu werfen und sich daran zu orientieren, um die eigene Sicherheit zu gewährleisten. Die aktuelle Gesetzgebung macht es im Betrieb erforderlich, ab einer Höhe von 2,00 Metern ein Gerüst oder Geländer zu installieren. Diese Maßnahme sorgt nicht nur für die Reduktion von Unfallrisiken, sondern verspricht auch ein qualitativ besseres Ergebnis Ihrer Bauarbeiten. Denn wer gut abgesichert ist, kann sich ganz auf die Arbeit konzentrieren. Hierbei eignet sich das Gerüst HAILO G60, das auch als Treppe verwendet werden kann und eine Arbeitshöhe von bis zu 4,33 Meter ermöglicht.

Mann auf einem Gerüst streicht eine Wand mit einer Malerrolle

Professionelles Arbeiten: Vorschriften für Unternehmen

Das geltende Recht schreibt vor, dass ab einer möglichen Absturzhöhe von 0,30 Metern vom jeweiligen Arbeiter Maßnahmen zum Schutz vor einem Absturz zu ergreifen sind. Bei Arbeiten am Dach, unabhängig von der Höhe, ist der Gerüstbau stets erforderlich. Errichtet man ein solches Gerüst, steht allerdings nicht der Aufsteller, sondern der letztendliche Nutzer in der Pflicht, sich um die sichere Nutzung zu kümmern. Wenn Sie in einer Höhe von mindestens 5,00 Metern und mehr arbeiten, reicht allerdings auch ein Baugerüst nicht mehr aus. Hier muss zusätzlich der Zugang durch eine Treppe, einen Aufzug oder eine Transportbühne zur Verfügung gestellt werden. Nachzulesen sind diese Vorschriften im TRBS 2121 Teil 1, welche sich ausschließlich mit Gerüsten auf Baustellen befassen. Doch es kommt bei Baustellen nicht nur darauf an, wie hoch die arbeitende Person sich befinden wird, ebenso beachtet werden müssen Umstände wie das Gefahrenpotential des Untergrunds, nicht tragbare Flächen im Gerüst, der Abstand zur Absturzkante oder Witterungs- und Sichtverhältnisse.

Aufstellen des Gerüsts

Die BG Bau (Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft) stellt klare Anforderungen, worauf man beim Aufbau eines Gerüsts achten muss. Der Untergrund muss ein fester Boden sein, auf welchem die Beine des Gerüsts stabil stehen. Ebenso leistet die Verstrebung einen wichtigen Beitrag zur Standfestigkeit und somit zur Sicherheit des Arbeiters. Weiterhin ist es empfehlenswert, das Gerüst an mehreren Punkten zu verankern, damit es nicht durch Vibration oder Stöße umkippt. Vor Betreten des Gerüsts ist auch nachzulesen, bis zu welchem Grad es belastbar ist, um das Durchbrechen der Tragflächen zu vermeiden.

Ein Mann mit einem Akkuschrauber in der Hand steht auf einem Gerüst an einer Fassade

Zusätzliche Schutzausrüstung

Wer auf Nummer sicher gehen möchte, hat darüber hinaus noch weitere Möglichkeiten, Gefährdungen bei der Arbeit in luftiger Höhe zu minimieren. Sollte ein Baugerüst für das persönliche Sicherheitsgefühl nicht ausreichen, kann dies durch einen Seitenschutz, eine Auffangeinrichtung oder ein Schutznetz am Baugerüst ergänzt werden. Zuletzt besteht die Option, auf persönliche Schutzausrüstung zurückzugreifen und die arbeitende Person direkt abzusichern. Wichtig ist hierbei, die Vorkehrungen in exakt dieser Reihenfolge zu priorisieren: Technische, organisatorische und persönliche Schutzmaßnahmen. Technische Schutzmittel können Geländer oder ein Seitenschutz sein, organisatorische bestehen beispielsweise aus Schutzwänden oder -netzen. Erst in letzter Instanz sind Auffanggurte oder Trägerklemmen zu verwenden. Die letzten beiden Mittel stellen lediglich einen Zusatz, aber in keinem Fall eine Alternative zur Montage eines Gerüsts dar.

Alternative zum Gerüst

Trotz der Verwendung eines sicheren Multifunktionsgerüsts wie dem HAILO G60 kann es ab und zu vorkommen, dass Sie manche Stellen nicht erreichen und eine flexible Alternative benötigen, welche kompakt zu transportieren ist. Falls Sie beispielsweise unterhalb einer Höhe von 2 Metern Arbeiten verrichten möchten, dann eignet sich eine kleine Arbeitsbühne wie unsere HAILO M60. Diese erfüllt die gleiche Funktion wie ein Gerüst und ist zudem noch flexibler einsetzbar, was die Variabilität in der Höheneinstellung und den Transport betrifft. So erreichen Sie auch schwierigere Stellen problemlos und können die Arbeitsbühne auch in kleineren Fahrzeugen zum Einsatzort bringen.

Ein Mann auf einer Leitern-Plattform schneidet mit einer elektrischen Heckenschere eine Hecke

Fazit

Ob auf der Arbeit oder im Privaten – Unfälle können jederzeit und überall passieren. Daher ist es wichtig, sich vorher mit der Absturzsicherung und dem Gerüstbau auseinanderzusetzen und die entsprechenden Vorgaben zu befolgen. Auch wenn die Arbeitssicherheit zu Hause meist im persönlichen Ermessen liegt, ist zu beachten, dass es ab einer Arbeitshöhe von 2,00 Metern grundsätzlich sinnvoll ist, ein Gerüst zu verwenden.

Unsere Produktempfehlungen

( 14 )
HAILO G60
Aluminium-Multifunktionsgerüst

699,99 €*
( 4 )
HAILO M60
Aluminium-Universalleiter
4 x 3 Sprossen

299,99 €*