Person auf L100 TopLine verlegt Leitungen in der Decke

Kabel durch die Decke ziehen

Ob Neubau, Umzug oder größere Sanierung, um das Verlegen von Kabeln kommen Sie heutzutage nicht mehr herum. Damit Internet und Strom reibungslos laufen und dabei das Gesamtbild nicht zerstört wird, bietet es sich an, die Kabel durch die Decke zu ziehen. Das ist kein einfaches Unterfangen. Welche Vorschriften und Sicherheitsmaßnahmen Sie beachten müssen und wie Sie am besten vorgehen können, erfahren Sie hier.

Hinweis: Bei Fragen und Problemen immer einen Profi oder Fachmann kontaktieren.

Vorbereitungsmaßnahmen zum Verlegen von Kabeln in Wand und Decke

Zur Vorbereitung für ein sicheres Arbeiten mit elektrischen Anlagen und Stromleitungen ist es wichtig, mithilfe eines Ortungsgeräts (auch Leitungssucher) den Verlauf schon bestehender und durch Beton verdeckter Kabel zu ermitteln. So minimieren Sie die Gefahr, beim Bohren und Verlegen einen Stromschlag zu bekommen. Schalten Sie zudem unbedingt die Sicherung aus, damit kein elektrischer Strom fließen kann.

Diese Kabeltypen gibt es

Im Decken- und Wandbereich wird in der Regel zwischen NYM-J- oder NYIF-Kabeln unterschieden. Wird eine Leitung mindestens teilweise über Holz gezogen oder werden nach dem Verlegen Gipskartonplatten an Decke oder Wand angebracht, muss auf ein NYM-J-Kabel zurückgegriffen werden. Denn das NYIF-Kabel darf nicht über brennbarem Material verlaufen. Die darüberliegende Putzschicht muss deshalb mindestens 1 cm dick sein, um genügend Abstand gewährleisten zu können.

Das NYM-J besitzt einen grün-gelben Schutzleiter und ist zusätzlich ummantelt:

NYM-J-Kabel

Schritte zur festen Verlegung von Leitungen unter Putz und Beton

Bei der Verlegung von Kabeln in einer Betondecke ist mit einem hohen Zeitaufwand zu rechnen – insbesondere beim nachträglichen Verlegen. Der große Vorteil jedoch ist, dass die Installationen nicht sichtbar sind und tief in der Wand liegen.

Wege fräsen

Damit überhaupt Leitungen verlegt werden können, ist der erste Schritt, Wege in die Wand oder die Betondecke zu fräsen. Sofern eine neue Leitung eingezogen oder eine bestehende Installation erweitert werden soll, muss bekannt sein, wo die vorhandenen Verteiler- und Auslassdosen im Haus liegen. Denn die Leitung wird bei der Verlegung immer von der Verteiler- oder Auslassdose zur nächsten Steckdose oder zum nächsten Schalter geführt.

Ausstemmen der Leitungskanäle

Das eigentliche Verlegen der elektrischen Stromkabel zu den Steckdosen und Schaltern beginnt mit dem Ausstemmen der Leitungskanäle. Das wird entweder mit Meißel und Fäustel, Winkelschleifer oder Nutfräser durchgeführt. Nun werden die Kabel in die Löcher eingelegt, durch die Kanäle gezogen und anschließend z. B. mit Steigleitungsnägeln befestigt.

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Mögliche Problemfälle

Die Verwendung von Meißel und Fäustel ist mitunter unpräzise. Das kann zum Problem werden. Andere Geräte haben die Wenigsten in der Garage, diese können jedoch z.B. im Baumarkt des Vertrauens ausgeliehen werden.

Materialliste für erfolgreiches Verlegen von Kabeln

Leerrohre zu Nutzen machen

Nicht selten sind beim Bau Rohre verlegt worden. Diese Rohre – auch Leerrohre genannt – können für die Elektroinstallation verwendet werden, ohne Kanäle fräsen zu müssen. Das Ausstemmen können Sie sich also in diesem Fall sparen. Stattdessen wird die Wand oder Decke nur geöffnet, um das Kabel durch das Leerrohr zu ziehen. Die Leerrohre haben einen Durchmesser von 16 bis 63 Millimetern und bieten genügend Raum für verschiedene Elektrokabel. Zudem liegen die Stromleitungen zusätzlich geschützt in den PVC-Rohren unter dem Putz versteckt.

Leerrohr in der Decke

Kabel direkt beim Bau verlegen

Wenn Sie sich gerade ein Gebäude bauen, werden die Kabel natürlich nicht nachträglich verlegt. Der Verlegungsschritt geschieht meistens im Baustatus von abgehängten Decken und Trockenbauwänden. Diese sind mit Rigips-Platten und Metallständerwerken konstruiert. Durch die Ausstanzungen in den Profilen der Metallständerwerke, also vorgefertigte Löcher für die Verlegung von Kabeln, können die Stromleitungen bequem mit oder ohne Schutzrohre gezogen werden. Bevor Sie Ihr LAN-Kabel oder die Stromleitungen durch die Schlitze schieben können, müssen Sie zuerst den Steg zwischen den beiden Zungen der Ausstanzung mit einem Seitenschneider durchtrennen und diese in das Profil zurückbiegen. Dieser Schritt ist notwendig, um das Kabel in die richtige Richtung zu führen und um scharfkantige Ecken zu vermeiden. Final entsteht eine Führung für die Leitungen hin zu den Steckdosen und Schaltern.

 LAN-Kabel durch Ausstanzung geführt

Spezielle Vorschriften bei Elektroinstallationen

Möchten Sie Löcher bohren oder eine Leitung verlegen? Dann müssen Sie ein paar Grundregeln der Elektroinstallation berücksichtigen. Beachten Sie die Installationszonen für Kabel. Die DIN 18015-3 Norm legt fest, wo Sie Leitungen in Ihrem Raum einziehen dürfen: senkrecht neben Fenstern, Türen und Zimmerecken sowie waagerecht über den Fußboden. Unter der Decke sind auch diagonale Leitungsverlegungen erlaubt. Weiterhin dürfen Sie nur solche Leitungen in Ihrem Haus verlegen, die für Ihren Zweck und Anwendungsbereich geeignet sind. Richtungsänderungen sind nur in einem rechten Winkel erlaubt. Weitere Erklärungen rund um Anwendungsregeln für Elektrotechnik finden Sie in der Liste der DIN VDE Normen des Verbands der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (kurz VDE).

Illustration der Maßangaben der DIN sowie der Installationszonen

In der Küche und in Arbeitsräumen besteht eine weitere Zone für die Verlegung. Sie führt in einem Meter Höhe parallel zum Boden und hat einen Abstand von 30 cm. In Bädern sind zudem diverse Schutzzonen rund um Wasseranschlüsse und Nassbereiche zu beachten. An diesen Stellen im Raum dürfen keinen Steckdosen oder Lichtschalter befestigt werden.

Wichtig: Sie dürfen die Kabel selbst verlegen. Der Anschluss und die anschließende Prüfung muss aber durch einen Elektriker vorgenommen werden, da sonst die Versicherung im Schadensfall nicht zahlt!

Elektroinstallation auf HAILO-Leiter

Abgehängte Decken – auch eine Option

Bei Decken, die abgehängt sind, kann das Stromkabel in den Leerraum der Zwischendecke führen. In der Regel verlaufen die Kabel in der Decke, deshalb unter dem Estrich der darüberliegenden Etage. Bestenfalls benutzen Sie Kabelpritschen für das Ablegen der elektrischen Leitungen. Dadurch sorgen Sie für Ordnung auf der kompletten abgehängten Decke.

Standsicherheit beim Verlegen von Kabeln in Decke und Wand

Wenn Sie beide Hände zum Arbeiten freihaben wollen, ist maximale Standsicherheit notwendig, um gefährliche Stürze zu vermeiden. Wir von HAILO haben uns dies bei all unseren Produkten zum Ziel gesetzt. Damit Sie entsprechende Arbeiten sicher durchführen können, empfehlen wir Ihnen die Profi-Stehleiter HAILO L100 TopLine mit bis zu 8 Stufen. Mit der Alu-Sicherheits-Stehleiter kommen Sie komfortabel und sicher an jede Ecke Ihrer Decke. Durch die praktische Multifunktions-Ablageschale sind Werkzeuge und Materialien immer griffbereit. Die schwarzen XXL-Alu-Stufen mit Anti-Rutsch-Riffelung und extra tiefer Standfläche sorgen für ein extra sicheres Auf- und Absteigen.

Um Ihren Boden nicht zu verkratzen, bieten wir zudem Wechselfüße für HAILO Stehleitern an. Das EasyClix Living-Set kann dabei schnell durch das griffbereite Magazin und das Klick-System eingesetzt werden. So können Sie für empfindlicheren Boden den passenden Fuß mit nur wenigen Handgriffen einsetzen. Die Variante EasyClix Garden erlaubt Ihnen zudem den Einsatz der Leiter im Außenbereich. Durch das innovative Wechselfuß-System wird jede HAILO Stehleiter zum vielseitigen Allrounder.

Leiternholm mit Hailo EasyClix Living-Fuß auf Parkett

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