Sicherheit beim Bohren
Sie möchten ein Regal anbringen oder Deko aufhängen? Im Alltag gibt es immer wieder Situationen, in denen Sie zur Bohrmaschine greifen müssen, um Löcher in Wand oder Decke zu bohren. Im Gegensatz zum Bohren von Werkstücken an einer Werkbank kommt bei dieser Arbeit der Risikofaktor der Höhe hinzu. Außerdem müssen eventuelle Stromleitungen überprüft und die Bohrmaschine richtig bedient werden. Hierbei sollte die eigene Sicherheit stets im Vordergrund stehen, weshalb eine Leiter als Hilfsmittel unerlässlich ist! Mit der HAILO L100 TopLine stehen Sie bei allen anfallenden Aufgaben jederzeit sicher und komfortabel.
Wir bieten Ihnen im Folgenden eine Übersicht mit hilfreichen Tipps und Hinweisen, um Sie bei der Arbeit zu schützen und die Sicherheit im Umgang mit Bohrmaschinen zu verbessern. In vier Schritten hilft HAILO Ihnen, das perfekte Ergebnis beim Bohren zu erzielen.
Schritt eins: Bohren und elektrische Anlagen
Wenn Sie sich eine neue Bohrmaschine gekauft haben, lesen Sie sich gründlich die Anleitung durch, bevor Sie mit der Arbeit beginnen. Achten Sie auch auf persönliche Schutzausrüstung, etwa eine Schutzbrille.
In der Wand verlaufen Strom- und Wasserleitungen, die ein Bohrer leicht durchtrennen kann. Für Ihre Sicherheit ist es ratsam, die gewünschte Stelle mit einem Leitungssucher (auch Ortungsgerät genannt) zu untersuchen und den Strom im Sicherungskasten abzustellen. Achten Sie hier auch auf Eisenleitungen. Wenn Sie kein Ortungsgerät zur Verfügung haben, können Sie sich an den üblichen Installationszonen für Stromleitungen orientieren und im Bauplan des Hauses nachsehen, wo die Wasserleitungen verlaufen. Stromleitungen laufen bei fachgerechtem Einbau immer horizontal oder vertikal in geraden Linien auf dem kürzesten Weg zwischen Steckdosen und Schaltern. Eine DIN-Norm gibt zudem genaue Abstände zu Fensterlaibungen, Boden und Decke vor. Die Illustration zeigt Ihnen, wie ein Handwerker bei der Unterputzverlegung vorgeht.
Außerdem ist es immer eine gute Idee, vor der Bohrung die passende Stelle für das Bohrloch leicht anzuzeichnen.
Schritt zwei: Bohrung und Wandbeschaffenheit
Wenn Sie Arbeiten an Wänden vornehmen wollen, ist es wichtig, den richtigen Bohrer sowie die richtige Bohrmaschine auszuwählen. Hierfür bedienen Sie sich der Klopfprobe: Hohle Geräusche deuten auf leichte Wandbeschaffenheit hin. Dumpfe Töne hingegen zeigen massives Material an.
Für die erfolgreiche Bohrung stehen einige Bohrmaschinen-Arten zur Verfügung. Sei es Metall, Gips oder Holz – die Wahl der Maschine ist ausschlaggebend. Ein sogenannter Bohrhammer eignet sich beispielsweise für Betonwände, aber nicht für leichtere Materialien. Eine Schlagbohrmaschine ist der Alleskönner unter den Bohrern. So können durch Ein- und Ausschalten der Schlagfunktion verschiedene Werkstoffe bearbeitet werden. Der Akku-Bohrschrauber eignet sich speziell für weicheres Material. Ein Vorteil ist hier die flexible Verwendungsweise, da kein Stromanschluss benötigt wird. Der Elektro-Bohrschrauber mit Kabel hat im Vergleich eine höhere Schlagkraft als die Bohrmaschinen mit Akku. Jedoch kann dieses Gerät harte Materialien wie Beton kaum durchschlagen.
| Bohrmaschinen-Typ | Wand-Typ / Material |
| Bohrhammer | Betonwand |
| Schlagbohrmaschine | Steinwand |
| Akku- und Kabel-Bohrmaschine | Gipswand / weiches Material |
| Bohrmaschine mit geringerer Drehzahl, z.B. Säulenbohrmaschine | Metall |
Beim Bearbeiten von Metallen oder anderen Werkstoffen ist die individuelle Drehzahl für die Auswahl des passenden Bohrers ausschlaggebend. Die richtige Drehzahl für Ihr Projekt können Sie noch genauer anhand von Drehzahltabellen ermitteln.
Neben der optimalen Bohrmaschine benötigen Sie zusätzlich die passenden Bohraufsätze. Diese lassen sich in drei Kategorien aufteilen: Der Holzbohrer hat ein spitzes Ende. Der Steinbohrer weist eine kegelförmige Spitze auf, die an ein Dach erinnert. Die Spitze des Metallbohrers stellt ebenso eine Kegelform dar, die jedoch zwei scharfe Kanten hat. Neben dem zu bearbeitenden Material muss die Auswahl des Bohraufsatzes außerdem an den Dübel sowie dessen Durchmesser angepasst werden. Wenn Sie an einer porösen Wand eine Bohrung durchführen, verwenden Sie vorsichtshalber kleinere Bohrer-Durchmesser. Diese verhindern, dass während der Bohrung zu große Löcher in den Werkstoffen entstehen.
Nun führen Sie den Bohrer in das Bohrfutter Ihrer Maschine und fixieren Sie ihn mit dem Schraubstock. Drehen Sie so lange, bis der Aufsatz fest im Gerät eingespannt ist. Auf keinen Fall diesen Schritt bei laufender Maschine durchführen. Überprüfen Sie daher, ob Sie das Kabel gezogen haben. Gegebenenfalls sollten Sie das Bohrfutter zuvor reinigen. Damit Sie nicht tiefer bohren als nötig, markieren Sie die richtige Stelle auf dem Bohrer mit einem kleinen Streifen Klebeband.
Schritt drei: Bohren auf einer sicheren Leiter
Mindestens genauso wichtig wie die Auswahl der Maschinen ist die stabile Platzierung der Leiter für einen sicheren Stand. Entscheiden Sie sich am besten für eine hochwertige Stufenleiter mit Sicherheits-Verriegelungs-System, wie die HAILO L100 TopLine, da diese für einen sicheren Stand sorgt. Für guten Halt auf unterschiedlichen Böden sorgen zudem die EasyClix Wechselfuß-Sets. Achten Sie immer auf Verschmutzungen des Bodens und der Leiter und beseitigen Sie diese vor der Arbeit. Dank der praktischen Multifunktions-Ablageschale der L100 TopLine haben Sie zudem nie zu viel Werkzeug zugleich in der Hand und können sich am Haltebügel oder dem Holm festhalten. Lehnen Sie sich beim Bohren nicht zu weit über die Leiter hinaus. Stellen Sie die Leiter besser noch einmal näher an die Wand.
Schritt vier: Die Bohrung und der Umgang mit der Bohrmaschine
Bevor Sie die Bohrmaschine an die Wand ansetzen, machen Sie sich mit Ihrer persönlichen Schutzausrüstung vertraut. Wir empfehlen Ihnen die Verwendung einer Schutzbrille. Tragen Sie keine Handschuhe und achten Sie auf anliegende Kleidung und aufgekrempelte Ärmel, da die Gefahr besteht, dass drehende Teile der Bohrmaschine Ihre Kleidung erfassen könnten. Bei langen Haaren ist das Tragen eines Zopfs zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlenswert. Den Bohrer sollten Sie stets in beiden Händen halten und anschließend im rechten Winkel anlegen. Nun können Sie beginnen, gleichmäßig zu bohren, bis die gewünschte Bohrtiefe erreicht ist. Um den Staub aufzufangen, können Sie einen Kaffeefilter verwenden und diesen unter das Bohrloch pinnen. Alternativ kann eine zweite Person während des Bohrens mit einem Staubsauger helfen. Wenn Sie das Bohren unterbrechen, achten Sie darauf, die Kabel der Maschine zu ziehen. Um den Verschleiß Ihres Bohrers zu vermindern, sollten Sie die Bohrmaschine nach getaner Arbeit gründlich säubern.
Bohrungen in Metall
Metall ist deutlich härter als andere Werkstücke. Deshalb sollten Sie eine Maschine verwenden, die für verschiedene Metalle geeignet ist. Außerdem ist es wichtig, zu beachten, dass Metalle mit deutlich weniger Drehzahl bearbeitet werden als andere Materialien. Zudem können Späne des Metalls zur Gefahr werden. Verwenden Sie daher unbedingt eine Schutzbrille! Für Metall eignet sich vorzugsweise eine Säulenbohrmaschine. Wenn Sie Metalle, die dicker als Blech sind, bohren wollen, ist es ratsam, die Bohrstelle mit Schneidöl zu versehen. Da auch bei geringeren Drehzahlen Hitze entstehen kann, kühlt das Öl nicht nur das Werkstück, sondern auch den Bohrer.
Für einen stabilen Griff und um Unfälle zu vermeiden, sollten Sie beim Bearbeiten von Werkstücken beide Hände benutzen. Verwenden Sie außerdem keine Handschuhe, damit sich kein Stoff in den Bohrer drehen kann. Lesen Sie weiter, wie Sie zum Beispiel in eine Außenwand bohren oder Löcher in die Decke bohren.