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Eine Frau mit Pinsel streicht Stuck an der Decke mit weißer Farbe.

Deckenleisten anbringen

Lust auf Stuck? Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihrem Zuhause durch Deckenleisten eine stilvolle Abrundung zwischen Wand und Decke verpassen und damit kleinere Risse, Ränder und Unebenheiten kaschieren können. Erfahren Sie, welche Werkzeuge Sie zum Anbringen benötigen, wie Sie die Leisten richtig und sicher an Ihrer Wand befestigen und worauf Sie beim Zuschneiden der Gehrung achten sollten. Auch Tipps zur Vorbereitung und ob Sie lieber zu Nagel und Hammer oder doch besser zum Kleber greifen sollten, haben wir für Sie zusammengestellt.

Leisten-Atlas: Welche Deckenleisten gibt es?

Sobald die Wände vom Streichen getrocknet sind und die Decke mit Farbe oder einer Deckenvertäfelung versehen ist, können Sie diese beiden Teile Ihres Raums noch verbinden. Dafür gibt es Deckenleisten (bzw. Stuckleisten) in verschiedenen Formen und Farben, die zudem noch aus unterschiedlichen Materialien gefertigt sind. Die Standardlänge beträgt meist 2,5 Meter.

Zum Material: Auch wenn die Zierleisten oft Stuckleisten genannt werden, sind sie doch meist aus Styropor. Viele Hersteller benutzen zudem für ihre Deckenleisten Kunststoff, denn dieser ist flexibler und haltbarer als Styropor. Styroporleisten sind dagegen leicht und lassen sich auch ohne Säge zuschneiden. Zwar schwerer als eine Plastik- oder Styropor-Deckenleiste, aber umso stabiler sind Deckenleisten aus Holzfasern oder gar Massivholz.

Auch eine schöne Idee: Manche Deckenleisten erlauben das Anbringen einer indirekten Beleuchtung im freien Bereich hinter der Leiste. Dann muss etwas Abstand nach oben gelassen werden, wo das Licht durchscheint.

Die Vorbereitung: Welches Werkzeug braucht man zum Anbringen der Leisten?

Bevor Sie mit den Kunststoff-, Holz- oder Styroporleisten Decke und Wand verbinden können, brauchen Sie das geeignete Werkzeug.

Als Säge eignet sich entweder eine Gehrungssäge für Holz oder eine feine Säge und Gehrungslade für Kunststoff oder Styropor (letzteres lässt sich eventuell auch mit einem Teppichmesser schneiden). Notwendig sind darüber hinaus Stift, Zollstock, Wasserwaage, Montage-Kleber oder Hammer und Nägel und eventuell Pinsel und Farbe.

Außerdem brauchen Sie natürlich eine geeignete Leiter, mit der Sie die richtige Arbeitshöhe erreichen können. Wir empfehlen hierfür die HAILO L80 ComfortLine. Diese Haushaltsleiter bietet eine praktische Ablageschale für Nägel und kleinere Werkzeuge und sorgt dank XXL-Stufen mit Anti-Rutsch-Riffelung für bestmögliche Standsicherheit. Je nach Raumhöhe können Sie hier zudem aus 3 bis 8 Stufen wählen.

Zusätzlich könnte ein Müllsackständer von HAILO Ihre Arbeit erleichtern. Den HAILO ProfiLine MSS XXXL gibt es auch als Modell mit Rollen und er bietet in jedem Fall genug Platz für alle Abfälle, die beim Schneiden und Anbringen anfallen.

Die Leisten schneiden und anbringen – Schritt für Schritt zur Deckenleiste

Haben Sie alles zusammen, können Sie mit der Arbeit beginnen. Hier führen wir Sie durch die einzelnen Schritte.

Den Raum vermessen

Zuerst vermessen Sie den ganzen Raum. Achten Sie dabei besonders auf alle Ecken und Winkel und ziehen Sie gegebenenfalls den Grundriss zurate. Tragen Sie alles in eine Art Grundriss des Zimmers ein und nummerieren Sie die einzelnen Wände. Diese Nummern können Sie später an die Rückseite der zugeschnittenen Leisten schreiben, damit Sie nichts verwechseln.

Wichtig: Berechnen Sie zusätzlich 10 % mehr zur Gesamtlänge und kaufen Sie entsprechend mehr Stuckleiste ein. Das dient als Verschnitt und stellt sicher, dass Sie nicht noch ein zweites Mal zum Baumarkt müssen.

Gehrung sägen oder schneiden

Nun müssen die einzelnen Teile der Stuckleiste entsprechend gesägt werden. Für die Verbindungen an den Ecken schneiden Sie eine schräge Gehrung in die Stuckleiste. Der Winkel der Gehrung erfordert dabei besonders sauberes Arbeiten, damit die zugeschnittenen Stücke am Ende aufeinander passen.

Informieren Sie sich zuvor, wie man eine Gehrungslade richtig verwendet:
Messen Sie zunächst den Winkel aus, in dem die Leiste gesägt werden soll. Meist ist dieser 45 Grad, aber sicher ist sicher. Sollte der Winkel jedoch von den 45 Grad abweichen, können Sie für den exakten Winkel mit einer Schmiege arbeiten. Markieren Sie nun die Stelle, an der Sie den Winkel sägen möchten, auf der Stuckleiste und legen Sie das Werkstück so in die Gehrungslade, dass die markierte Stelle an dem zum Winkel passenden Schlitz anliegt. Damit beim Sägen nichts verrutscht, sollten Sie die Leiste mit einer Klemmzwinge fixieren. Jetzt können Sie die Säge in den Schlitzen ansetzen, und vorsichtig den Winkel sägen.

Montieren der Leisten: Wann ist Kleben besser?

Das richtige Montieren ist entscheidend dafür, wie gut die Zierelemente halten. Die erste Grundregel: Nageln und kleben Sie immer an die Wand, nicht an die Decke – so halten sie besser und länger, weil die Schwerkraft mithilft.

Massivholz sollte dabei aufgrund des höheren Gewichts genagelt werden. Genagelte Elemente lassen sich nachträglich leichter entfernen. Achtung: Styroporleisten können beim Anbringen mit einem Hammer brechen.

Styroporleisten und Kunststoffleisten lassen sich dagegen einfach kleben. Hierfür sollten Sie an der Wandseite (und gegebenenfalls der Deckenseite) der Leiste jeweils eine dünne Spur hochwertigen Montage-Kleber auftragen. Reinigen Sie die Winkel und Ecken und drücken dann die Leisten mit dem Kleber fest an die vorgesehene Stelle. Verwenden Sie etwas Küchenpapier, um austretenden Kleber gleich abzuwischen.

Wenn Sie eine Deckenleiste angebracht haben, kann die nächste befestigt werden. Bei den Ecken lohnt sich auch, etwas Montage-Kleber an der Verbindungsstelle der beiden Leisten aufzutragen.

Ein letzter Tipp: Sind sowohl Decke als auch Zierleiste weiß, können Sie in passendem Ton auch noch einmal weiß über die Lücke streichen, um einen sauberen Übergang zu erzeugen.

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